Halde Gotthelf

Zeche Glückauf Tiefbau

Seit 1616 gewannen die auf Schloss Brünninghausen sitzenden "von Rombergs" Steinkohlen. Zur Entwicklung ihrer Zeche Glückauf und Ableitung des Grubenwassers legten sie 1752 in der Bolmke an der
Emscher den Glückauf Erbstollen an. Er führte in das Ardeygebirge und
wurde mit 5 km der längste im heutigen Dortmund.

Mit dem Teufen der Schächte Gotthelf und Traugott - etwas 250 m nordwestlich dieser Tafel - begann um 1840 der Abbau unterhalb des Erbstollen-Niveaus. Der mit zwei Dampfmaschinen ausgerüstete Schacht Gotthelf war mit 240 m der tiefste in der damaligen Grafschaft Mark.

1865 brachte die Zeche an der heutigen Kieferstraße den Schacht Giesbert nieder. Mit dem Eisenbahnanschluss 1870 ging er ebenfalls in Förderung. Von der Anlage später mit Benzollokomotiven und seit 1910 mit einer elektrisch betriebenen Drahtseilbahn nach Giesbeert zur Verkokung und Verladung.

Die Schächte Gotthilf, Traugott und Giesbert wurden über 720 m, 512 m und 419 m tief. 1918 erbrachte die 1891 in Glückauf Tiefbau umbenannte Zeche mit 2053 Mann ihre höchste Förderung 379.000 Tonnen.

Bereits 1837 stellte man bei Gotthelf in offenen Meilern und auf Giesbert von 1873 bis 1930 in geschlossenen Öfen Koks her.

Das Bergwerk ging 1869 auf den "Eisenbahnkönig" Strousberg, 1872 auf die "Dortmunder Union" nd 1910 auf die "Deutsch-Lux" über. Die im Ersten Weltkrieg stark verschlissene Zeche wurde 1925 wegen Unrentabilität stillgelegt.

Mit einer Seilbahn hatte man Abraum zu Spitkegeln aufgeschüttet. Die später abgeflachte und begrünte Halde prägt das heutige Hombruch.

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