Luwero

Luwero ist die Gegend in der Betty in Uganda wohnt,
die Gemeinde heißt Makulubita

 

Ich möchte auf dieser Seite weitergehende Informationen zur Verfügung stellen, die ich von Plan erhalten habe. Denke sie helfen die Problematik und das Umfeld besser zu verstehen.

Gemeindebeschreibung Makulabita

Ihr Patenkind lebt in der Dorfgemeinde Makulubita. Sie liegt 52 km nordwestlich von Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Makulubita ist ein Unterbezirk des Luwero-Bezirks und setzt sich aus neun Gemeinden mit 450 Haushalten zusammen. In einem Haushalt leben durchschnittlich fünf Personen, wenn man die Eltern dazu zählt. Makulbita gehört zum Kreis Bulemezi im alten Königreich von Buganda. Bulemezi heißt auf deutsch “Problem”. Der Name geht auf die Zeit zurück, als es hier einige Befreiungskämpfe gab, weil die Menschen unabhängig vom Königreich Bugunda sein wollten. Bulemezi ist immer noch ein Teil des Königreichs, worauf seine Bewohner heute stolz sind. Die Mehrheit der Bevölkerung spricht Luganda. Es gibt einige nicht-staatliche Organisationen wie Plan, die hier tätig sind. Andere kümmern sich speziell um Waisenkinder, damit sich ihre Ausbildungsmöglichkeiten und gesundheitlichen Bedingungen verbessern. Zu diesen Organisationen zählen z.B. Die Niederländische Entwicklungsorganisation (The Netherland Development Organization), der Verein zur Freiwilligen Entwicklungshilfe in der Landwirtschaft (Volunteer Effort for Development Concern on Agriculture) sowie die Stiftung für medizinische Forschung in Afrika (African Medical Research Foundation).

Makulubita ist 20 km vom Stadtgebiet Wobulenzi entfernt, das als größtes Einkaufszentrum für die Gemeinde im östlichen Teil dient. Die Bewohner des westlichen Teils der Gemeinde machen ihre Besorgungen in Matuga, einer kleinen Stadt, die ungefähr 10 km Fahrt auf der Kampala-Luwero-Straße entfernt ist. Die Gemeindemitglieder kaufen dort u.a. Kleidung, Zucker, Salz und Kerosin ein. Das Gebiet ist durch breitere Straßen und schmale Zubringerstraßen gut zu erreichen. Als Hauptverkehrsmittel werden Fahrräder oder Motorräder genutzt.
 


Die meisten Familien leben in wenig beständigen Häusern aus Lehm und Flechtwerk und sind mit Wellblech überdacht. Aus gebrannten Lehmziegeln sind nur wenige gebaut. Der Fußboden besteht meist aus festgetretener Erde, seltener auch aus Geröll. Als Toilette dienen den Familien Latrinengruben, deren Wände aus Lehm und Flechtwerk bestehen. Können diese nicht genutzt werden, werden die Gruben abgedeckt und neue zugänglich gemacht. Der Müll wird auf den offenen Feldern entsorgt. In Makulubita herrscht tropisches Klima mit Temperaturen von 29° C in der Trockenzeit und 21° C in der Regenzeit. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr beträgt 1500 mm. Auf ungefähr 5% des Gebietes findet man Sträucher und Waldabschnitte. Nur sehr wenige Familien haben Zugang zur Elektrizität, der Großteil nutzt Kerosinlampen. Zum Kochen wird Brennholz verwendet.
 


In Makulubita gibt es 19 Grundschulen, drei weiterführende Schulen sowie drei Kindergärten. Auf der umfassenden Bildungspolitik besuchen 95% der Kinder die Schule. Die Ausstattung der Schulen ist im Allgemeinen sehr schlecht. Es mangelt an Sitzplätzen und Schreibutensilien, was dazu führt, daß viele Kinder der ersten und zweiten Klasse auf dem staubigen Boden sitzen müssen. Weiterhin sind kaum Schulbücher vorhanden und das Lehrpersonal ist nicht ausreichend geschult. Die Latrinen der meisten Schulen sind in schlechtem Zustand. 49% der Gemeindemitglieder können lesen und schreiben.
 


von den 30 Bohrbrunnen sind 25 funktionstüchtig. Diese wurden durch die Hilfe von nichtstaatlichen Organisationen wie dem Verein zur freiwilligen Entwicklungshilfe und der Stiftung für medizinische Forschung in Afrika gebohrt. Die meisten Familien beziehen ihr Trinkwasser aus Quellen, die allerdings in der Trockenzeit (Juni bis August und Dezember bis März) austrocknen. In diesen Zeiten müssen die Menschen lange an den wenigen Bohrbrunnen anstehen. In der Gemeinde Kasozi erhalten die Bewohner das Wasser aus einem See, der auf einer Farm eines wohlhabenden Nachbars liegt. Aus diesem See wird auch Trinkwasser für das Vieh bezogen.

Es gibt nur wenige medizinische Einrichtungen, kleine private Apotheken und eine kleine Gesundheitsstation. Die meisten Familien suchen im Falle einer ernsten Erkrankung die Gesundheitsstation in Semuto und das Nakaseke-Krankenhaus auf. Beide Einrichtungen befinden sich allerdings außerhalb des Unterbezirks. Die am häufigsten auftretenden Krankheiten sind Malaria und AIDS bzw. das HIV-Virus. Es gibt insgesamt 51 Geburtshelferinnen, in jedem Dorf arbeitet eine von ihnen. Die Arbeit der Gesundheitshelfer, die von der Stiftung für medizinische Forschung in Afrika geschult wurden, ist nicht sehr fruchtbar. Fast 97% der unter fünfjährigen Kinder sind gegen die sechs gefährlichen Kinderkrankheiten Masern, Kinderlähmung, Tetanus, Diphtherie, Tuberkulose und Keuchhusten geimpft. Die Regierung veranstaltet jedes Jahr zwei landesweite Impftage gegen Kinderlähmung.
 


Die meisten Bewohner Makulubitas sind Kleinbauern, die zum Eigenbedarf anbauen. Sie benutzen Handhacken auf dem Feld. Der Großteil der Familien hat im Durchschnitt 20 Kaffeebäume, deren Ernte sie zum Verkauf anbieten, sowie kleine Grundstücke, auf denen Bananen angebaut werden, die auch unter Wüstenbedingungen wachsen können. Aus diesen Bananen wird Bier zum Verkauf hergestellt. Die meisten Familien besitzen nur ein sehr kleines Stück Land und können deshalb nicht so intensiv Landwirtschaft betreiben. Es kommt vor, daß der Ernteertrag sehr von den langen Dürrezeiten beeinflußt wird. Nichtstaatliche Organisationen versuchen, die Gemeindemitglieder in landwirtschaftlichen Fragen zu schulen.
 


Für viele Familien ist es sehr schwer, ihre Grundbedürfnisse zu decken. Trotz der harten Arbeit sind sie warmherzige und freundliche Menschen. Wenn die Kinder ihre Aufgaben erledigt haben, dürfen sie spielen und dabei so laut sein, wie sie möchten. Von den Mädchen wird jedoch erwartet, daß sie ihren Müttern bei der Hausarbeit helfen, besonders beim Kochen, beim Beaufsichtigen der kleineren Kinder und beim Saubermachen. Um diese Aufgaben zu erledigen, wird der Schulbesuch oft an die zweite Stelle gesetzt. Am Abend treffen sich die Jungen oft zum gemeinsamen Fußballspielen. Den Fußball basteln sie sich aus Bananenblättern. Die Tatsache, daß die Kinder nicht viele Sportgeräte zur Verfügung haben, hindert sie nicht daran, zusammen zu spielen und Spaß zu haben. Viele basteln sie sich selbst.

die Informationen stammen aus den Unterlagen von Plan International Deutschland e.V.

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