Uganda

Informationen über Uganda


Bevölkerung 20.5 Mio (Deutschland (D) 82,1 Mio.)

Lebenserwartung: 40 Jahre (D 77 Jahre)

Säuglingssterblichkeit: 84 pro 1000 Geburten (D 5 pro 1000)

Pro-Kopf-Einkommen: 602 US$ (D 28.280 US$)

Analphabetenrate: 36%

Hauptstadt: Kampala

Amtsprache: Englisch, Suaheli

Religion: Christentum 78%, Islam 7% und Sonstige 15%



Geographie und Klima

Uganda liegt am Äquator in Ostafrika und wird wegen seiner Naturschönheit und Artenvielfalt “die Perle Afrikas” genannt. Der größte Teil des Landes besteht aus einer savannenbedeckten, trockenen Hochebene, an die sich im Westen das Ruwenzori-Bergmassiv anschließt. Im Südosten liegt der Vikoriasee, der - wie alle Gewässer Ugandas - den Nil speist. In den Regen- und Bergwäldern des Landes herrscht tropisches Klima mit zwei Regenzeiten.


Geschichtlicher Überblick

Ab dem 14. Jahrhundert entstanden in der Region mehrere Königreiche, die am Handel der ostafrikanischen Küste mit der arabischen Halbinsel beteiligt waren. Im 17. Jahrhundert baute das Bugunda-Reich seine Vormachtstellung aus, bis es 1892 endgültig von britischen Truppen unterworfen wurde. Vier Jahre später wurde das Protektorat “Uganda” geschaffen. Nach seiner Unabhängigkeit 1962 etablierte Premierminister Obote innerhalb von 5 Jahren ein Einparteienregime und ließ 1970 ausländische Betriebe verstaatlichen. 1971 putschte sich Armeechef Idi Amin an die Macht; seine Schreckensherrschaft wurde 1979 durch tansanische Militärverbände beendet.
Nach Jahren der politischen Anarchie und des Blutvergießens errang 1986 Museveni die diktatorische Oberhoheit. Sein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfond 1987 leitete eine Liberalisierung und vorsichtige Privatisierung der Wirtschaft bei Währungsabwertung und Haushaltssanierung ein. Daraus folgte wirtschaftliches Wachstum, aber auch drastisch gesunkene Realeinkommen der Staatsbediensteten. Asiatische Geschäftsleute, die vor Amin fliehen mußten, kehrten nach Uganda zurück. 1993 wurde die ehemaligen Könige erneut gekrönt, dürfen aber keine politischen Ämter bekleiden.


Zur Situation heute

Museveni gewann 1996 die ersten freien Wahlen, bei denen allerdings keine anderen Parteien zugelassen waren. Ihre Aktivitäten sind stark eingeschränkt und der Armee werden Menschenrechtsverletzungen unterstellt. Im Norden und Osten kontrollieren Guerillatruppen verschiedene Gebiete. Innenpolitische Spannungen zwischen verschiedenen Völkern sowie Konfessionen werden durch die vielen Flüchtlinge aus umliegenden Ländern, v.a. dem Sudan und dem Kongo, verstärkt. Bei einem Referendum Ende Juni 2000 sprach sich eine Mehrheit gegen ein Mehrparteiensystem aus; allerdings hatten die Oppositionsparteien zum Boykott aufgerufen.
Trotz des Wirtschaftswachstums sind immer noch viele arm. Der soziale Bereich kommt wegen der Sparpolitik zu kurz. 1998 wurde durch die Auswirkungen von El Niño Häuser, Felder und Ernten zerstört, zum Teil kam es zu einer Hungersnot.

 

Gesundheit

Viele vermeidbare Krankheiten gehen auf Unterernährung zurück: Malaria, Wurmkrankheiten sowie Durchfall- und Atemwegsinfekte. AIDS ist weit verbreitet und viele Kinder sind AIDS-Waisen (in einigen Landstrichen fehlt die Elterngeneration völlig). Nach wie vor liegen die meisten bezahlbaren medizinischen Einrichtungen in der Landesmitte; im Schnitt hat nur jeder Sechste Zugang zu ihnen.


Bildung und Ausbildung

Die Regierung hat 1997 neue Bildungsgesetzte erlassen, die zu einer fast hundertprozentigen Einschulungsrate führte. Allerdings mangelt es den Schulen an Räumen, ausgebildetem Lehrpersonal, Materialien und Schulbüchern. Wegen Überfüllung der Schulen muß der Unterricht oft im Freien durchgeführt werden. Vorschulen finden sich nur in größeren Städte. 26% der Männer und 50% der Frauen sind Analphabeten.


Lebensumfeld

Trotz des Wiederaufbaus mach den Kriegsjahren leben viele unter schlechten hygienischen Bedingungen in Behelfsunterkünften. Häuser auf dem Land sind oft aus Ziegeln und Wellblechdächern. In den Slums der Hauptstadt leben die Menschen ohne hygienische Einrichtungen auf engstem Raum.
Ausgelaugte Böden und durch Mensch und Industrie verschmutzte Gewässer, besonders der Viktoriasee, stellen die größten Umweltprobleme. Da Holz für viele immer noch die einzige Energiequelle zum Kochen ist, nimmt der Baumbestand der noch existierenden Wälder immer mehr ab. Kinder müssen weite Strecken auf der Suche nach Brennholz zurücklegen.


Einkommen

Mehr als 80% der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, in der überwiegend für den Binnenmarkt und Eigenverbrauch angebaut wird. Nur ein kleiner Teil fällt auf den Export von Kaffee (90% des Exportaufkommens), Baumwolle, Tee und Tabak. Auf den Seen wird Fischerei betrieben. Industriebetriebe sind rar, der Dienstleistungssektor wächst. Viele Einwohner Ugandas sind unterbeschäftigt oder ohne Arbeit.


Luwero - Das Gebiet in dem Betty lebt,

liegt in einer ländlichen Region 60 km nördlich von Kampala, die vom Bürgerkrieg verwüstet wurde. Auch hier gibt es als Folge des Krieges und durch AIDS viele alleinerziehende Mütter. Die meisten Kinder sind unterernährt und leben unter unhygienischen Bedingungen. In vielen Gemeinden reichen die Schulen nicht aus. Einkommensmöglichkeiten sind gering, da die Menschen wegen der schlechten Infrastruktur kaum Zugang zu den umliegenden Märkten haben.

die Informationen stammen aus den Unterlagen von Plan International Deutschland e.V.

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